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Restpostengeschichten
aussortiert von Christoph Vivenz

Nr. 0075: Der Krampus ist eine Frau

Der Krampus ist eine Frau – ob er Krampa heißt, ist unerheblich. Sie zieht dem Nikolaus voraus und schaufelt ihm den Weg frei – dass sie dazu einen Krampen gebraucht, ist eine volksetymologische Folgerung. Das aus dem Weg geworfene Menschengewirr steckt die Krampe in einen riesigen voller und voller werdenden Sack, der dann an jeder Gabelung ordentlich durchgehaut wird. Keine Angst – der Sack wird niemals zu klein, er wächst ins Unendliche. Selbstredend holt die Krampusine, wenn das Gespann an Klagenfurt vorbeikommt, besonders viele junge Männer, die als Krampusperchten Frauen an den Haaren ziehen und unter Schutzmaskierung sonstigen Schabernack treiben. Die werden ihren Gehilfinnen aufgehoben. Neulich hat ein solcherart Kostümierter in Salzburg ein 13jähriges Mädchen niedergeschlagen und getreten.




Dies ist eine nicht-kommerzielle Publikation satirischen Charakters
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