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Horror zum Niederlegen
Grusel/ich/es!

S.g. Herr Meister Neujahrsglücksymbol!
Je weniger sie selbst sich um eine Stellungnahme kümmern, desto unverständlicher wird die Kommunikation mit Ihnen, mit der Sie mir ohnehin willkürliche Schmerzen zufügen.
Christoph Vivenz, 21.02.2012

Nazi-Vergleiche revisited
Opern- versus Korporationsball: Sind jetzt die Reichen oder die Burschenschafter "die neuen Juden"?
Mathis Zojer, 07.02.2012

Geistesarbeit
Ich hab’s gut, ich bin mein eigener Ghostwriter. Jede rechtlich problematische Wertschätzung schiebe ich auf ihn, also denn doch auf mich!
Christoph Vivenz, 17.01.2012

Zehn Thesen zur Frage, was Zombiefilme so erbaulich macht (samt Stimmen aus dem Volk)
Der Zombie ist das Schreckgespinst des Jahres 2012! (Er ist ein Model und er sieht gut aus.)
Mathis Zojer, 03.01.2012

Harmloser Weg durch die Städte und Verkehrsmittel
Wie dumm und wär’s nur fade – dieses Gesindel, das mich, wenn unrasiert, schlecht frisiert und in abgerissener Kleidung beinah als seinesgleichen akzeptiert – muss mir das gefallen?
Christoph Vivenz, 20.12.2011

Ein Tässchen Fliegenpilztee
Und draußen, an der alten Laterne, baumelt Nerval, und es leuchten die Sterne.
Mathis Zojer, 06.12.2011

Ein ganz alltäglicher Vorgang
Samstag Nachmittag, viel zu schwer bepackt für Arbeit und späteren Abendjob und gekleidet weder geschmacklos noch übertrieben, einen Platz gefunden für Gepäck unter dem Sitz und auf den daneben und für sich in einem unerwartet überfüllten Bus.
Christoph Vivenz, 30.11.2011

Autorendestruktion
"Ich werde nur noch Scheiße schreiben", hielt Sarkolnikov fest, "denn ihr habt nichts Besseres verdient."
Mathis Zojer, 15.11.2011

Allerheute
Alle Toten stehen auf, sie brechen aus den Gräbern, Grüften, Karnern, Urnen, den Umgebungen ihrer Ringsumstreutheit und Vermengung, Stapelung, seien sie auch archiviert, museal geordnet oder mit den Stätten ihrer Verwestheit aufgelassen, gestört und vermengt, versunken und verstreut.
Christoph Vivenz, 01.11.2011

Die Stiefnichte der Medusa
Mit dem Draht um den Hals rannte die mutierte Fee durch die Straßen der riesigen Stadt.
Christoph Vivenz, 04.10.2011

Eine Jagdgesellschaft
"Sie schießen auf uns aus allen Rohren, treffen uns aber natürlich nicht", schwadronierte Siegfried Mannsbrunn-Poupard munter drauf los, während er eine Gruppe von hohen Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft durch seine blutgetränkten Jagdgründe führte.
Mathis Zojer, 20.09.2011

Es blieb bedenklich
Fortsetzung der Erotik: Es is(s)t bedenklich
Christoph Vivenz, 06.09.2011

Der böse Blick
Sein Blick für die Schwächen anderer verschärfte sich mit der Zeit so sehr, dass er ihn sich selbst zum Vorwurf machen musste.
Mathis Zojer, 30.08.2011

Der tolle Traumtroll
Gesichtsbrüste, schamlos aufgespritzte Lippen, und mancher rennt mit seinem Penis im Gesicht herum und empfindet das als vollkommen normal.
Christoph Vivenz, 19.07.2011

Bald in einem 3D-Lichtspieltheater in Ihrer Stadt
"Mir ließ der Morgen still erwachen eine Qual, die ich in ihrem Namen niemals kannte ..."
Christoph Vivenz, 21.06.2011

Es gibt keine austauschbaren Träume, verdammt noch abermals!
Die neue Frau meines ganzen restlichen Lebens liegt mit mir im Bett, noch nicht oft, noch nicht lang.
Christoph Vivenz, 31.05.2011

Doch kein Walpurgisgang?
Er stand seltsam gebückt rechts vom Weg.
Er war doch da.
Christoph Vivenz, 03.05.2011

Winner of the Day
Jefferson hatte die Wahl. Was sollte er mit seinem jungen Leben anfangen? Sollte er dem Rufe einer zu erwartenden großen Karriere als Filmschauspieler in Hollywood folgen oder sollte er Entwickler für Massenvernichtungswaffen werden?
Günter Neuwirth, 19.04.2011

Minoschs Maulschand
Die Verunglimpfung als deskriptive Wissenschaft in einer Welt, die gründlich im Arsch ist, betreibt der Universal-Malediktologe von eigenen Ungnaden G. L. Minosch als unbestechlicher Experte für üble Reden aller Art.
Mathis Zojer, 29.03.2011

Der Gartenhund
Und wenn ich dann in das weit aufgerissene Maul des hysterisch röhrenden Hundes in diesem von hohem Stahldrahtzaun umgrenzten Kleingarten schaue, sehe ich im Hals des Tieres noch die blutigen Stücke der Kinder, die das Herrl dem Hund zum Frühstück achtlos in den Napf geworfen hat.
Günter Neuwirth, 15.03.2011

Lauter fiktive Charaktere
"Ein Haiku, das jemand schreibt, ohne dass er sich zuvor durch Seppuku entleibt, ist ein Furz", schrieb Walter. "Reiß sie heraus, die Eingeweide, die stinkenden, dann erst schreib dein Gedicht. Nua ka Schmoez ned, hod a xogt, nua ka Schmoez.
Mathis Zojer, 01.03.2011

Ritze
Am verspäteten Morgen, da sie aus den Folgen rauschender Nacht erwacht, aufgestanden war, besah sie die Reste der in Trance abgewischten Schminke. Kajal und Mascara splitterten während unruhiger Träume fröhlich unter der flüchtig aufgetragenen, nun abfasernden Schicht an Creme von den Lidern abwärts.
Christoph Vivenz, 15.02.2011

Connys Kabinensex
Connys Kabinensex – was da so vorgeht, heute und in keiner Nacht, wenn nur die Kunden zudringlich würden, Conny möchte es ihnen zeigen, sie auseinander nehmen. Das kann eine Freude werden, eine bezahlte überdies. Und obendrein die Conny, wie sie sich über ihre Freier hermacht und tut was für ihr Geld und tut es ganz ordentlich.
Christoph Vivenz, 21.12.2010

Ohne Titel
Ich gestehe. Ich bin’s. Sehen Sie mich verstohlen an?
Ein klein wenig voll der Albernheiten, ja, so bin ich.
Ich bin ein Ungeheuer.
Christoph Vivenz, 16.11.2010

X-beliebige Verschaltung
Kurt war so unglücklich über seinen Namen, dass er sich lieber gleich für eine Gesichtsoperation entschied, die denn für entsprechend horrende Summen so gut gelang, dass Kurt ganz über den Schmerz, von der Krankenschwester, an deren Namen er sich ganz genau erinnern konnte, die mit dem kleinen Leberfleck am Hals …
Christoph Vivenz, 19.10.2010

Nozizeptoren
"Das tut mir jetzt mehr weh als dir, du Schwein", dachte sich Bonifaz und biss in seine Schnitzelsemmel. "Dein Leben mag das reinste Martyrium gewesen sein, doch der Umstand, dass ich zu den zahlenden Unterstützern der Fleischfabrik zähle, die dir von Geburt an die Hölle heiß machte, als hättest du alle Sünden dieser Welt geerbt, als wären schon im Leib deiner künstlich befruchteten Muttersau, dieser unbefleckten Empfängerin ...
Mathis Zojer, 05.10.2010

Konsumation
Wohin er denn wolle, erging die Frage an den verwirrten Mann, er wäre hier noch nicht gewesen, wie er sich und ihr eingestand, als wenn sie dies nicht auf einen Blick erfasst hätte. Weiter zu jener Station hätte er zu gehen. Was er denn solle, darauf er beinah sich ertappte zu stammeln, etwas von liegen gebliebener Arbeit.
Christoph Vivenz, 21.09.2010

Die überzählige Hand
Ob es sich nur um eine "urban legend" handelt oder ob vielleicht doch mehr dahintersteckt, bleibt vorerst ungeklärt, doch es wurden in jüngster Zeit Gerüchte laut, eine überzählige Hand treibe in dieser Stadt ihr Unwesen.
Mathis Zojer, 07.09.2010

Aquarium
Loslassen ..
Losgehen ..
Aufbrechen ..
Christoph Vivenz, 31.08.2010

Ohne Titel
Ein Glöckchen klingelte am Fußgelenk der zarten Dame, als sie entkleidet in das Bett zu dem starken Manne stieg, der seine brünftigen Düfte zur Wallung brachte, dass sie fast wie von selbst sich unter seinem massigen Körper erweichte, weitete, zerfloss, als seine nasse Haut sich vollständig auf sie gelegt hatte, jede ihrer Poren stopfend.
Christoph Vivenz, 20.07.2010

Tor in ein neues Leben
Wäre doch schön, wenn man nur krepieren müsste, um in eine bessere Welt zu gelangen. Wäre doch schön, wenn man ins Paradies einfach so hineinsterben könnte.
Mathis Zojer, 29.06.2010

Traum
Herein kommt zum wievielten Male die blonde Erscheinung durch die Tür. Ich schreie: Engel, Engel, Engel! Kommt ein Stück weit auf mich zu und verschwindet, und kommt ein Stück weit auf mich zu und biegt links ab in das Zimmer und biegt links ab in die Wand. Biegt links ab in das Zimmer, das ein Stiegenhaus ist.
Christoph Vivenz, 15.06.2010

Die gestohlenen Rosen
Bedenke: Es handelte sich um Rosen, die auf einem Solidaritätskonzert verteilt wurden, mit der Aufforderung, sie einem Nachbarn aus der Fremde zu schenken, um damit ein Zeichen für Toleranz zu setzen. Die Lehre, die der Bestohlene aus dem Rosendiebstahl zog, war freilich eine andere.
Mathis Zojer, 18.05.2010

Ein relativ kurzes Gespräch in einem Taxi
"Das muss man sich einmal vorstellen", sagte der Taxler, kurz nachdem er vor der Verzichtbar seinen nächtlichen Fahrgast zusteigen lassen hatte. "Wir befinden uns auf der dünnen Kruste einer glühenden Kugel, in der alles nur so vor sich hin brennt und brodelt. Es ist regelrecht zum Steinerweichen, dieses fundamentale Inferno, das sich da unter unseren Füßen abspielt. Niemals werden wir festen Boden unter ihnen haben. Niemals!
Mathis Zojer, 20.04.2010

In einer Kirche
Die Heiligen steigen von den Podesten und stecken die Finger in die Ohren, in den Mund müssen sie ja nicht. Sie wollen die Meldungen nicht mehr hören, die von Medien und Amtsträgern über Amtsträger und Opfern verbreitet oder nicht verbreitet werden. Etwas ungelenkig aber entschlossen ziehen sie aus einer Kirche ins Freie.
Christoph Vivenz, 06.04.2010

Wie ein Fiebertraum
Ein frühsommerlicher Tag. E. kam von einer Reise zurück. Etwas wie ein Parkplatz im Vorort im Bereich der U-Bahn-Station. Warum sollte B. E. abholen? Aber B. war nun mal da. Vielleicht wollte B. selber abreisen. Kramte herum im eigenen Wagen: einem alten Mercedes. B. sah E. kommen: begleitet von einer Frau, einem Mann.
Christoph Vivenz, 16.03.2010

Quer durch den Gemüsegarten - aus dem inoffiziellen Plädoyer eines sehr engagierten Staatsanwalts
Was regen sich die Leute auf? Wir schießen doch eh nicht scharf. Wir schießen bei Wahrung aller Unschärfe nur ungefähr dorthin, wo die Unholde sich wahrscheinlich verstecken. Ein paar von ihnen wird's hoffentlich auch treffen.
Mathis Zojer, 03.03.2010

Es gibt keine Scherze
„Filiale bitte unmaskiert betreten!“, entnahm man in diesen Faschingstagen einem Schild auf dem Eingang der Bank am Bahnhofsplatz (Leoben). Martina Irnberger, die notorisch zu spät Kommende, hechtete mit beinahe überschwänglicher Hast durch die automatische Türe – seit Jahren befürchtete sie mit der Nase gegen die automatische Glastüre zu stoßen, so beschleunigte sie ein jedes Mal ihre Schritte ...
Christoph Vivenz, 16.02.2010

Des Eros Raserei
Psychedelikates Mädchen – was hat sie nicht an vielen raffinierten Kleidern an, bei all der Winterkälte draußen, hier drin entwickeln wir doch kräftig Hitze. Ich will deinen Körper, wo du mir die Seele in Exzessen schenktest, will dich ganz, ich kenne schon den süßen Leberfleck hier an deinem langen Hals.
Christoph Vivenz, 19.01.2010

Aus der Menge der Alpträume
Edgar, entwachsender Student, wohnte für den Verlauf zweier Monate noch einmal bei seiner Mutter, während seine Wohnung Renovierung und frischen Anstrich erfuhr. Die Schwester holte ihn und die mit Ende 50 jäh ältlich gewordene Frau ab zu einem bunten Vortragsabend, bei dem Bekannte von ihr mitwirken sollten.
Christoph Vivenz, 03.11.2009

Ein Tagedieb
Die Tage wurden immer kürzer, musste Benno bemerken. Sie waren bereits so kurz geworden, dass er all seine Vorhaben gar nicht mehr in ihnen unterbringen konnte.
Mathis Zojer, 06.10.2009

Mord ist noch keine Kunst
Der Mörder schien erstmals abgelenkt, er musste mehrmals zuschlagen. Unter dem ersten Hieb fiel das Opfer nur so günstig, dass es mit dem rechten Auge an einem Nagel hängen blieb. Einen Fluch unterdrückend, stopfte er dem Schreienden den Mund mit der eigenen Faust und streifte gestrafftes Klebeband darüber.
Christoph Vivenz, 29.08.2009

Die Dunkelheit …
… beschützt meine Gehirne. Je mehr Alpträume ich konsumiere, desto fester fühle ich mich als beständiger Teil des Raumes, in dem Musik mit Rauch vermengt die Realität zu einem Konglomerat verballt, in dem ich einen Apfel erkenne, in dessen Nachtfarbenheit ich kaum die Vitamine des Tages suche, die Erkenntnis tritt in Spinnenbeinen ein.
Christoph Vivenz, 01.08.2009

Ein großer Denker
Die großen Gedanken verdrängen die lästigen kleinen aus dem Schädel, dachte sich Tichon, und je größer die Gedanken sind, die ich mir mache, desto weniger von ihnen habe ich im Kopf. Er verbrachte viel Zeit seines Daseins damit, über die Endlichkeit desselbigen nachzugrübeln und Thomas Bernhard zu lesen, allerdings nur einen einzigen Satz, der ihm alles Wesentliche zu sagen schien ...
Mathis Zojer, 30.06.2009

Gänsehaut
Das Gespenst löste sich von der verunreinigten Wand, es wollte nicht weiter den Anschein verbreiten, mit Mitessern gespickt zu sein. Um sich wenn auch bloß im übertragenen Sinne aufzuwärmen, erschreckte es den geschlafen habenden Bewohner des von Nacht gefluteten Raums, es war erst ein kleines Kind – solches zu stöbern war weder Kunst noch ehrenvoll.
Christoph Vivenz, 16.06.2009

Auf’s Maul geschaut (Eine absichtlich naiv gehaltene Dreckwassergeschichte)
‚Wenn ein Antisemit einer Wasserprobe unterzogen wird, erkennt man ihn an einer braunen Verfärbung der Haut, sobald man ihn wieder herauszieht.’ So las ich im Buch der Protokolle der Tischgespräche Heinrich Himmlers.
Christoph Vivenz, 19.05.2009

Den Bach hinunter
Horror zum Niederlegen … Hören Sie, muckt Kargl auf: es geht um Betäubung, um nichts als Betäubung in diesem nicht nennenswerten Dasein, die lässt sich schließlichendlich viel besser durch Schlafmangel als durch Schlaf schlechterdings erzielen, so gefoltert durch erhöhte Vigilanz, taumelt man, innerlich nicht ganz da, durchs nicht weiter zu nennende Leben.
Christoph Vivenz, 21.04.2009

Entwurmung
Dieses Kind ist keines.
Ich hatte eben meinen ersten Tagtraum: Ich hatte einen Föten ausgeschwemmt und hielt ihn in einer Flasche fest, in der er scheinbar atmete wie ein Fisch. Diese Frau ist keine.
Christoph Vivenz, 03.02.2009

Privatim
Werner betrat den Aufzug zur Abfahrt in die Hölle. Sie wissen schon: Privathölle. Die kann vier Stockwerke unter einem beginnen, auf der Straße oder gleich bei sich im Oberstübchen.
Christoph Vivenz, 06.01.2009

Wintersonntag
Einer beherbergte eine junge Frau in seinem Bett über Nacht. Man kannte sich erst seit eben. Sie musste zwanzig sein, wirkte in ihrer angenehmen, anschmiegsamen Art älter, erfahren und doch voll geduldiger Neugier; ihr Leib schlank und versprechend.
Christoph Vivenz, 16.12.2008

Das Kafkaeske
Das Kafkaeske hatte die Schnauze voll. Das Kafkaeske hatte die Schnauze voll davon, dass die kleinen Leute es immer mit ihren angstgeweiteten Glupschaugen anstarrten, mit feucht glitzernden Augen, aus denen in jedem Augenblick Tränenströme hervorzubrechen drohten. Das Kafkaeske hatte die Schnauze auch davon voll, dass sie immer hinter seinem Rücken zu tuscheln begannen, mit ihren scheuen Mäuschenstimmen, die immer verstummten, wenn es sich nach nach ihnen umdrehte.
Mathis Zojer, 02.12.2008

Kotabwurfdelir …
Es gibt nichts weiter als ein unausgesetztes Heute, Gestern und Morgen sind zur Illusion geworden, sagte Nietzsche zu sich selbst und griff vergeblich nach seinem deutlich geschrumpften Knebelbart.
Christoph Vivenz, 18.11.2008

Zur Abwechslung eine wahre Geschichte
Weil die Stille niemals Zeit hat, floh ich nach einem Irrzug durch die halbe Innenstadt, nur um allein, wie ich war einen Platz zum Innehalt zu finden, an überfüllten und geschlossenen Cafés vorbei, an pöbellautendem Gegröl und Autofahrern, die mich am Straßenrand nach meinem Preis fragten, ordinär lachend in verschmutzenden Worten über mein zu penetrierendes „Arschloch“ herzufallen, in das Operncafé, in dem ich über Jahre nicht verkehrt hatte.
Christoph Vivenz, 21.10.2008

Schweineparadies
Im Concordiaschlößl vis-a-vis vom Zentralfriedhof gibt’s schon einen süffigen Landwein, aber die Schnitzel, die dort an allen Tagen und Sonntagen besonders gern von allen möglichen Einheimischen aus vielen Bezirken introjiziert werden, stammen von nebenan und sind zum allergrößten Teil tatsächlich originale Wiener und Wienerinnen.
Christoph Vivenz, 02.09.2008

Land im Keller
Es war einmal ein Paragraf, der im Hohen Haus eines Landes beschlossen wurde, das weithin nur als das Land der Keller bekannt war.
Mathis Zojer, 19.08.2008


 
 

Horror zum Niederlegen
Die alltägliche Banalität kriegt einen bösen Schreck. Was für existenzielle Abgründe in ihr kalauern!
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