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Horror zum Niederlegen
von Mathis Zojer

Ein Tässchen Fliegenpilztee

Und draußen, an der alten Laterne, baumelt Nerval, und es leuchten die Sterne. Aus seinen Augen tropft Likör auf das Zünglein Aurelias, die ihn nicht loslässt, bis sein Genick bricht, oder sein Bein, an das sie sich klammert. Zettels Traumzeit schlägt die Glocke dem Blätterpilz im Stundenbuch. Horch, der Morchelmörder knarrt im Treibholz des Parketts heran, es tänzeln die Geschoße, es quietschen die Angeln of the trap-door. Tritt ein, o wütender Pan, ins Phantasmagorien-Arsenal. Und wappne dein gehörntes Heer. Und weide eklektische Herden auf der Alp einer Christenangst … Füßig bloß muss ums Sterben getorkelt werden, um die irisierenden Schatten der Scherben, durchs rasierklingenscharf ausgeworfene Netz auf dem Boden der Totsachen, strauchelweich, sanftwankelmütig, in ein Kippen geschraubt. Die mit den Zauberstäbchen der Retina heraufbeschworenen Horden der Plagegeister gehen Pandora dienstbar ans Eingebüchste. Die Leere ist in des Damastes Scheide. Aus den Steckdosen knistern Stromstoßlegenden. Schamhaar, zu Berge gestanden, im Zangengriff eines bleichen Glühens. Mit Magensaft niedergekritzelte Revolten bringen die Räude zum Aussturz. Der Unrast ins Messer gewetzt: ein Castaneda-Nerz (selten) im Käfig des Kürschners, des geschehenden Willens ans Fell … Die Heiligen der letzten Tage schmoren im Himmelsschlund, das abgeschlagene Erzengelhaupt, auch Gotteskoffer gerufen, schnappt mit dem quadrierten Maul nach OHM. Vogel frei, feuert es draußen, aufs Aaskrähengeflatter der Seraphim, die eilends OHM zu Hilfe schreien, Mordio, Zeter, Glutamat, schreit es aus angeschwärzt krächzendem Strudel, da rette sich, wenn's kann, das in Todeshetz ausgeschüttete Herzwild hinüber, das von Knochen totemgepfählte Fleischvibrato, im Trommelschlagcrescendo umtanzt von Rauchwaranen die eingeborenen Augenwinkel, hört, hört, wie empört klopfen die Nachtmahre schon an die Wand …




Dies ist eine nicht-kommerzielle Publikation satirischen Charakters
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